Reportage bei Textair: Manfred Liechti im Porträt

So geht Reportage bei Textair: Manfred Liechti im Porträt

Für ein Interview mit dem erfolgreichen Schweizer Schauspieler Manfred Liechti gings diesmal nach Bern.

Vom Interview zum gedruckten Artikel: So gehen wir vor, wenn wir als Reporter:innen unterwegs sind. Dieses Mal durften wir für das Magazin 50Plus mit dem Schauspieler Manfred Liechti sprechen, der von sich selbst sagt: «Ich bin mit dem Faustrecht aufgewachsen.» Das Ergebnis ist ein packender Bericht über einen bodenständigen Lebenskünstler, dessen Leidenschaft gleichermassen dem Handwerkerdasein wie der Schauspielkunst gilt.

Der Auftrag beginnt wie so oft mit einem Mail – in diesem Fall mit dem Programm der Juni-Ausgabe im Anhang: Das Magazin 50plus möchte in einer Reportage den Schauspieler Manfred Liechti vorstellen. Und diese Geschichte sollen wir übernehmen. Wie dieser Mensch wohl tickt? Was bewegt ihn? Und was hat er zu erzählen? Das wollen wir herausfinden. Wir sind schon sehr gespannt – wie immer vor einer solchen Story.

Manfred Liechti - Aussage

Aber zuerst kurz zum Magazin 50plus. Herausgeber ist niemand geringerer als TV-Star Kurt Aeschbacher, der nebst seiner Sendung über die vergangenen zehn Jahre auch dieses Baby aufgezogen hat. Das Magazin erscheint alle zwei Monate und bietet Artikel und Kolumnen zu den unterschiedlichsten Themen, und das alles wunderbar mit Fotosillustriert. Auch Manfred Liechti sollen wir mit Bildern ins richtige Licht rücken. Deshalb engagieren wir Vollbild Fotografie. Die Eckdaten zum Auftrag – Umfang, Hauptbotschaft, Deadlines usw. sind bereits durch das Briefing geklärt. Und so macht sich und macht sich Benedikt zwei Wochen später gemeinsam mit dem Fotografen Michael auf in Richtung Bern. Dort besuchen sie den Schauspieler in seiner Werkstatt, wo der erste Teil des Interviews stattfinden soll. Hier erzählt Manfred, wie er seine Schauspielkarriere finanziert – nämlich als selbständig tätiger Handwerker. Für den zweiten Teil schlendern sie gemeinsam in das nahegelegen Altersheim-Kaffi. Der 67-jährige Manfred scherzt: Man müsse sich ja schon langsam akklimatisieren.

Die richtigen Fragen stellen

Früher hatte man das Diktaphon dabei, heute tuts das Smartphone: Benedikt nimmt das gesamte Interview auf. Damit wir später beim Schreiben nicht irgendwelche Informationen vermissen und nachträglich einholen müssen. Knapp eineinhalb Stunden lang ist die Audiodatei mit dem aufgezeichneten Interview. Weil Manfred viel zu sagen hat, und Benedikt viel zu fragen: Selbstverständlich alles vorgängig vorbereitet. Denn nur wer das Richtige fragt, erhält auch spannende Antworten. Und interessante Antworten sind das beste Futter für einen packenden Text. Zudem weiss man nie, wie gesprächig das Gegenüber sein wird. Deshalb gehört ein kluger, gut ausgedachter Fragenkatalog zur Grundausrüstung des Reporters bzw. der Reporterin.

Manfred Liechti - Werkstatt

Maximal 6000 Zeichen

Zurück in Basel beginnt der zweite Teil der Arbeit: Wir transkribieren wichtige Teile der Gesprächsaufnahme und schreiben darauf basierend den Artikel unter Einhaltung der Zeichengrenze von 6000 Zeichen. Schreiben dürfen wir in diesem Fall, so wie es uns passt – aber immer mit der Zielgruppe 50plus vor Augen. Wir wissen: Die Leserinnen und Leser des Magazins möchten unterhalten werden, aber auch etwas lernen. Den Text gestalten wir deshalb dadurch eher erzählerisch und ist insgesamt – auch wenn er auch die düsteren Seiten der Person und der Vergangenheit Manfreds beleuchtet – eher als «Feel-Good»-Lesestoff.

Geschafft, der Entwurf steht. Also gehen wir den Text nochmals akribisch unter verschiedenen Standpunkten durch: Wir redigieren einige Stellen inhaltlich, wählen einen Titel, der Lust auf mehr macht und korrigieren letzte Tippfehler. Zum Schluss erfolgt die Abnahme durch Manfred, der insbesondere die wörtlichen Zitate prüft und uns das OK für diese gibt.

Alles in Ordnung? Dann geht der fertige Text zum Auftraggeber des Magazins. Kurt ist zum Glück vollends zufrieden. Und so sind auch wir happy. Viel Spass bei der Lektüre!

Manfred Liechti im Porträt

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