Herbstmesse 2021: Vom Burner zum (Er-)Brecher

Raus aus der Komfortzone, rein ins Abenteuer. Das war der Plan. Für mich war die Herbstmesse 2021 jedenfalls zum Kotzen. Also nur fast zum Glück.

Ich gebs zu: Ich wollte es wissen. Eine Grenzerfahrung machen. Man gönnt sich ja sonst nichts. Aber von vorne: Mit einem Mix aus Vorfreude und Vorahnung auf etwas Unangenehmes schreite ich zur Tat. Ab auf die Herbstmesse und ohne Umweg zur Gigampfi-Achterbahn-Freefall-Bahn «Der Burner».

«Der Burner»? So spektakulär sieht dieses Ungetüm jetzt auch nicht aus, denke ich und steige ein. Neben mir zwei pubertierende Jungs und ein Mittfünziger mit Mundgeruch, der Selbstgespräche führt. Selbstgespräche, weil weder ich noch die anderen beiden trotz mehreren Annäherungsversuchen nicht mit ihm reden wollen. Und sowieso: Mir ist doch etwas mulmig, ich möchte meine Ruhe.

Dann gehts los. «Neue Gäste, neue spektakuläre Reise», posaunt der Ansager ins Mikrofon. Naja, denke ich, während die Bahn langsam beginnt, hin und her zu schaukeln. Alles easy. Dann ein bisschen drehen und schön auf dem Kopf anhalten. Ist ja noch lustig. Ein paar Minuten geht das so weiter und ich bin enttäuscht. Enttäuscht, dass der Nervenkitzel ausbleibt, enttäuscht, dass ich mich immer noch in meiner Komfortzone aufhalte.

 

Vom Burner zum (Er-)Brecher

Und dann passierts: Warum läuft es mir plötzlich heiss und kalt den Rücken runter? Ich glaube mir ist schlecht, ich glaube, ich muss mich gleich übergeben. Der Mundgeruch meines Sitznachbarn ist plötzlich das kleinste Übel. Und ja, ich nehme alles zurück, was ich gegen die Schaukelbahn gesagt habe. Aber bitte, bitte: Lasst mich raus! Sonst wird der Burner zum (Er-)Brecher.

Wenige Augenblicke und gerade noch rechtzeitig ist der Spuk vorbei. Kreideweiss verlasse ich meinen Sitz und mache ein Selfie, bevor ich das Weite suche. Eine halbe Stunde später ist mir immer noch schlecht. Nach einer weiteren Stunde esse ich vorsichtig einen Teller Pasta. Das tut gut. Geschafft. Ich bin froh, konnte ich meinen Magen in Schach halten – und ich bin sehr zufrieden, dass mein Die-Komfortzone-verlassen-Experiment ein Erfolg war.

 

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