Unser Rudi mag die Weihnachtsspots 2020 nicht so

Alle Jahre wieder! Konzerne wie Migros, Coop und Coca-Cola präsentieren ihre Weihnachtsspots. Unsere Reporterente Rudi ist momentan im Homeoffice und hat die Zeit genutzt, um die Videos genau unter die Lupe zu nehmen. Nur soviel: Dieses Jahr ist ihm die Lust auf die Guetzli vergangen.

Coop - Nevi das letzte Schneemonster

Wer bringt den Schnee für die weisse Weihnacht? Richtig, es ist Nevi, das Schneemonster. Doch das haarige Wesen, das eine Mischung aus Chewbacca aus Star Wars und Hagrid aus Harry Potter zu sein scheint, ist einsam. Dass nun zwei Kinder, getreu nach dem Coop-Claim: «Für miiich und diiich», die Laune des Hauptdarstellers verbessern, ist doch etwas gar vorhersehbar und nichts Neues. Naja, sage ich da nur.

Migros – Einfach gut leben: Sturmfrei

Nun, die Geschichte vom alleinerziehenden Vater und seiner Tochter haben wir schon in mehrfacher Ausführung in Kinofilmen und Romanen serviert bekommen. Die Migros interpretiert dies so: Ob der Abwesenheit der Tochter zunächst frustriert, macht sich Vater Beat daran, den eigentlichen Brauch von Weihnachten zu leben: Er beschenkt andere. Am Schluss des Abends steht natürlich seine Tochter wieder vor der Tür, da sie ja doch lieber zuhause bei Papa ist.

Schade, dass dieser eigentlich schöne Grundgedanke des Gebens in solch eine 08/15-Story verpackt wird.

Coca-Cola - Christmas Commercial 2020

Kitschig, kitschiger, Coca-Cola! Dies beschreibt den Clip, den uns der US-Konzern dieses Jahr schenkt, am besten. Das Motto: Einfach mal völlig schmerzbefreit alle Register ziehen. Und darum gehts: Ein Arbeiter in einem Windpark auf dem Ozean (wegen Nachhaltigkeit), der sich auf den Weg macht an den Nordpol, um «Sänta» den Weihnachtswunsch seiner Tochter zu überbringen. Doch am Nordpol ist niemand mehr, ausser dem Coca-Cola-Truck (Wahrscheinlich mit Windkraft betrieben?). Am Steuer sitzt «Sänta» und fährt den Vater zu seiner Tochter, die sich Weihnachten mit ihm gewünscht hatte.

Kaufland - Essen, das schönste an Weihnachten

Tanzen, mit der Familie sein und dem Hund ein Rudolf-Kostüm überziehen. Das ist Weihnachten. Doch das Wichtigste für Kaufland sind nicht etwa Werte wie Hilfsbereitschaft, Nächstenliebe oder Soziales Engagement, sondern: Das Essen. Naja. Für ein wirbliges Tanzvideo mit weihnachtlicher Musik hat es trotzdem gereicht. Übrigens: Hast du gesehen? Der Hund im Werbespot heisst genauso wie ich.

Edeka - Lasst uns froh und bunter sein

Bei Edeka trifft sich die Familie wieder einmal an der Fleischtheke. Dies ist genauso zeitgemäss und originell wie der weitere Verlauf des Werbespots: Die Weihnachtsgerichte der vergangenen Jahre orientierten sich jeweils an der Nationalität des Freundes der Tochter. Sei dies marokkanisch, japanisch oder, wie in diesem Jahr, italienisch. Die Tochter hat auf jeden Fall Appetit auf Italienisch. Was dies genau suggeriert, bleibt dem Zuschauer überlassen. Kleiner Tipp: Hör genau hin und schau dir ihre Augen an. Wie dem auch sei: Angepriesen wir das bunte Angebot für eine bunte Kundschaft. Im Fall von Edeka bedeutet dies wohl: Kunde Deutsch, Arbeiter ausländisch.

Aldi - Weihnachten mit Kai der Karotte

Glöckchen, Schnee, Kerzen und eine Prise Magie. Kai die Karotte wird zum Leben erweckt und fliegt über das reichliche Festmahl, welches das Angebot von Aldi zusammenfasst. Dazu erzählt eine weihnachtsmännliche Stimme in Reimen, was Kai alles sieht und erlebt. Ein witziger Spot, welcher von der Karotte als Hautfigur lebt. Zum Schluss endet Kai im Engelskostüm auf der Spitze des Weihnachtsbaums, während Aldi auch in diesem Jahr ein schönes Fest wünscht – trotz Corona.

Soll der Werbespot für dein Unternehmen origineller werden als die Weihnachtsspot der Grosskonzerne? Dann melde ich bei uns: hallo@textair.ch.

Frohe Weihnachten wünscht: Tobias

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