Schreibblockade? Überwinde sie mit unseren 10 Tipps

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Der weisse Bildschirm vor dir wartet darauf beschriftet zu werden. Doch in deinem Kopf herrscht gähnende Leere. Kennst du das? Sag Schreibblockaden den Kampf an mit folgenden Tipps.

Du willst in die Tasten hauen, doch dir fehlen die Worte. Du starrst auf den Bildschirm. Und er starrt zurück. Die Uhr tickt weiter vor sich hin. Dein Kopf bleibt leer und Verzweiflung macht sich breit. Kommt dir das bekannt vor? Eine Schreibblockade haben die meisten schon einmal erlebt. Sei es während einer Prüfung, im Studium oder im Beruf. Auch wir Schreiberlinge bleiben nicht davor verschont. Das Wort liegt dir auf der Zunge und du kommst trotzdem nicht drauf? Dafür gibt es sogar einen Begriff: Lethologica. Doch was passiert da eigentlich im Kopf?

Der deutsche Linguist Gisbert Keseling analysiert unter anderem Schreibprozesse und damit einhergehende Schreibblockaden. In seinem Buch «Die Einsamkeit des Schreibers. Wie Schreibblockaden entstehen und erfolgreich bearbeitet werden können» präsentiert er die Ergebnisse seiner Forschung mit Studierenden. Um Tipps konstruktiv umzusetzen, ist es wichtig herauszufinden, weshalb die Schreibblockade auftritt.

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Dein Kopf bleibt leer und Verzweiflung macht sich breit. Bild: Unsplash.com, Averie Woodard

Fünf Arten von Schreibblockaden nach Keseling

  • Frühzeitiges Starten ohne ausreichende Vorstellung von dem zu schreibenden Text
  • Fehlende, unstimmige oder instabile Konzepte
  • Schwierigkeiten beim Zusammenfassen und beim Umgang mit Zitaten
  • Ein zerstörerischer innerer Adressat: Die innere Stimme wird als negativ empfunden und hohe Perfektionsansprüche münden in einer Angst, etwas Falsches zu machen.
  • Ein nicht verfügbarer innerer Adressat: Die Schreibenden können sich keinen Adressaten vorstellen und leiden unter der Angst, kein Publikum zu finden.

Erkennst du dich in diesen Beschreibungen wieder? Egal, ob dein Kopf wegen einem fehlen Konzept oder zu hohen Selbstansprüchen leer bleibt: Es gibt Möglichkeiten, mit Schreibblockaden umzugehen.

Verlasse dein Büro und versuche es mal in einem Café. Bild: Unsplash.com, Brook Cagle

Unsere 10 Tipps, um mit einer Schreibblockade fertig zu werden

1. Recherche ist das A und O
Wenn dir während dem Schreiben plötzlich nichts mehr in den Sinn kommt, kann es auch daran liegen, dass du zu wenig Infos über das Thema präsent sind. Eine gründliche Recherche bereitet dich auf den Schreibprozess vor. Wichtig ist, das Recherchierte gut zu strukturieren, damit du die entsprechenden Infos während dem Schreiben schnell findest.

2. Wechsle den Ort
Du sitzt im Büro und die passenden Worte wollen dir einfach nicht einfallen. Versuch es mal in einem Café, im Park, im Garten, zu Hause oder in der Bibliothek. Eine neue Umgebung bringt dich auf andere Gedanken.

3. Dreh die Reihenfolge um
Dir kommt keinen überzeugenden Einstieg in den Sinn? Dann lass ihn einfach mal weg. Beginne in der Mitte des Textes und komm am Schluss nochmal zum Anfang zurück.

4. Mache ein Konzept
Bring’ Struktur in deinen Text, indem du ihn in einen Anfangs-, Mittel- und Schlussteil gliederst. Konzentriere dich auf ein Argument pro Abschnitt. Achte darauf, dass die einzelnen Abschnitte miteinander verbunden sind und ein roter Faden entsteht.

5. Verwirf dein Konzept wieder
Ein Konzept kann dir helfen, den Text in eine Form zu bringen. Eine starre Struktur kann aber auch einengend sein. Falls du merkst, dass dein Konzept nicht aufgeht, dann trau dich, es nochmal über Bord zu werfen und frei darauf los zu schreiben.

Trau dich deine Perspektive zu wechseln und das Thema aus einem anderen Winkel zu betrachten. Bild: Unsplash.com, Fatih Altas

6. Ein Perspektivenwechsel lohnt sich
Wenn der richtige Einfall ausbleibt, dann verwirf alle Satzgerüste, die dir schon im Kopf herumspucken. Reset. Setze alles zurück auf null und beginne von vorne. Versuch dieses Mal eine andere Methode. Wie wär’s mit einem Mindmap, einem Brainstorming mit einer Kollegin oder einer Zeichnung? Trau dich das Thema von einer anderen Perspektive zu betrachten.  

7. Keine Angst vor Fehlern
Sei dir bewusst, dass die erste Version des Textes nicht fehlerfrei sein muss. Schreib’ einfach mal darauf los, so wie es dir gerade in den Sinn kommt. Wenn eine erste Version steht, kannst du sie überarbeiten, an deinen Sätzen feilen und kürzen.

8. Führe Selbstgespräche mit imaginären Freunden
Du findest es schwierig, für eine Zielgruppe zu schreiben? Pick dir eine Person raus, die deine Zielgruppe repräsentiert und stelle dir vor, wie die Person vor dir sitzt. Führe gedanklich ein Gespräch mit ihr. Wenn du keine spezifische Zielgruppe anpeilst, kannst du dir auch einen Freund vorstellen.

9. Mach’ dich frei von Störenfrieden
Fokus ist gefragt! Lass dich nicht von deiner Umgebung stören. Schalte dein Smartphone aus, benutze Ohrstöpsel, schliesse die Tür und logge dich aus Social Media aus. In einem Raum frei von Ablenkung fällt es dir leichter, dich zu konzentrieren.

10. Der Wald ruft dich
Das alles hilft nichts? Dann schalte deinen Laptop aus und lege eine Pause ein. Einen Spaziergang in der Natur lüftet den Kopf, reduziert Stress und gibt dir wieder Energie!

Wie gehst du mit Schreibblockaden um? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

Sara

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