Warum ich Bücher nicht nach Titel aussuche

Warum ich Bücher nicht nach Titel aussuche

Kürzlich habe ich nach neuem Lesestoff gesucht. Was interessiert mich? Thriller! Spannende Geschichten wirken entspannend, habe ich beim Lesen im Bett festgestellt. Also durchstöberte ich meine iBooks-Bibliothek und blieb beim Buch «Die Lebenden und Toten von Winsford» von Håkan Nesser hängen. Interessanter Titel, dachte ich und fing an zu lesen. Den Plot habe ich gar nicht angeschaut. Und ich hatte Glück. Da hab ich mich gefragt: Soll ich ab jetzt meine Bücher immer nach dem Titel auswählen? Um diese Frage zu beantworten, versuchte ich es mit einer Recherche. Hier die Bücher, über die ich online gestolpert bin – und nicht nachgelesen habe, um was es wirklich geht. Alles Mutmassungen also. Und wenn du wissen willst, von was die Bücher handeln, klickst du einfach auf den zugehörigen Link.

 

1.     «Zweiundzwanzig Zentimeter Zärtlichkeit» von Johannes Mario Simmel (1979)

Ich will gar nicht wissen, was mit diesen 22 Zentimetern gemeint ist. Oder doch? Nein. Selbst wenn das Thema ein ganz anderes ist, finde ich die Idee dahinter doof. Ist ein bisschen wie irreführende Werbung. Und die ist auch immer blöd.

2.     «Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel» von Bradley Somer (2015)

Klingt interessant. Wohl nicht gerade ein Thriller, aber hinter dem Titel steckt bestimmt eine spannende Geschichte. Oder ist es ein Krimi? Nicht, wenn es sich um einen Goldfisch handelt, der aus dem 27. Stock fiel. Es müsste dann eher ein Mensch sein. Vielleicht eine Komödie?

 

 3.     «Ich wuchs auf einem Schrottplatz auf, wo ich lernte mich von Radkappen und Stossstangen zu ernähren» von Antonia Baum (2015)

Klingt nach Hipster-Lektüre. Hauptsache überlanger Titel und so. Mit sogenannten Kult-Autoren bin ich durch. Die Bewertungen des Buches sind allerdings gut. Mir egal. Manchmal schaue ich ja auch einen Actionfilm aus den 90ern mit zwei von fünf Sternen und finde ihn dann super.

4.     «Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand» von Jonas Jonasson (2011)

Hab ich gelesen. War super. Warum? Wegen dem Titel sicher nicht. Hmm…aber vielleicht sollte ich Buch Nummer 3 doch eine Chance geben.

5.     «Der Name dieses Buches ist ein Geheimnis» von Pseudonymous Bosch (2012)

Da war ja jemand ganz lustig. Mehr gibt es nicht zu sagen.

Mein Fazit: Ich werde wohl in Zukunft meine Bücher wieder nach Genre oder Autor und weniger nach Titel aussuchen. Warum? Einfach so ein Gefühl.  

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen