Ein Plädoyer für den Print
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Ein Plädoyer für den Print

Seit Kurzem teilt mir mein iPhone mit, wie viele Stunden ich mich damit beschäftige. In den vergangenen sieben Tagen waren es 19 Stunden. Also 2.7 Stunden am Tag. Ist es viel, ist es wenig? Ich weiss es nicht. Was ich aber weiss, ist, dass ich manchmal eine Pause vom Bildschirm brauche.

Und was macht man in einem solchen Moment? Bücher lesen? Nein. Diese lade ich inzwischen alle auf das iPad. Wenn ich wirklich eine Pause vom Bildschirm haben möchte, schnappe ich mir ein Magazin. Das tut gut und ist entspannend für die Augen. Statt hektisch hin und her zu swipen, studiere ich in Ruhe Zeile um Zeile und blättere erst um, wenn ich alles Gedruckte gelesen habe. Entspannung pur!

Morgen- und Abendblätter sind unnötig

Magazine und auch Kataloge haben auch im digitalen Zeitalter ihre Berechtigung, finde ich. Weil man sich eben Zeit nimmt, das Geschriebene zu lesen. Bei Printzeitungen sieht es ein wenig anders aus, finde ich. Wer braucht schon die Morgen- und Abendblätter, die an den Tramhaltstellen und an Bahnhöfen rumliegen? Ist ja alles auf dem Smartphone drauf. Dafür lohnt es sich bestimmt nicht, tonnenweise Bäume zu fällen. Es gibt eine Ausnahme: die Sonntagszeitung. Aber da sind wir wieder bei der Situation, dass man sich gemütlich hinsetzt und die Informationen langsam und genüsslich aufsaugt.

Wie sind denn ihr druff?

 Bei Onlinezeitungen gilt: Titel, Lead, ein paar Bilder, vielleicht ein Video und vier bis fünf Textabsätze. Fertig. Weil für mehr will ich mir nicht Zeit nehmen. Kurze und prägnante Information. Punkt. Immer wieder stosse ich im Internet auf Medien, die ihre Informationen zwar online anbieten, aber irgendwie doch beim Print hängengeblieben sind. Wenn Onlinezeitungen 10’000 Zeichen in einem rein informativen Artikel präsentieren, frage ich mich schon: Wie sind denn ihr druff? Wer hat unterwegs Zeit und Lust, so viel zu lesen?

Wenn es sich um eine multimediale Reportage handelt, sieht es anders aus. Für eine Geschichte, die viele Hintergrundiformationen bietet und zusammen mit Videos und Bildern geschickt aufbereitet ist, lohnt es sich, Zeit zu nehmen. Aber dann setze ich mich dafür wieder aufs Sofa. Und genau wegen diesen gemütlichen Momenten ist es weiterhin ok, für Magazine und Wochenendzeitungen Bäume abzuholzen. Selbst für den IKEA-Katalog! Probiere es aus: Hinsetzen, Bildchen anschauen und im Kopf die Wohnung neu einrichten: Wunderbar!

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