Zum Weltraumraumforschungstag: 10 Mythen zur Mondlandung

Zum Weltraumraumforschungstag: 10 Mythen zur Mondlandung

Am 21. Juli 1969 setzte Neil Armstrong als erster Mensch einen Fuss auf den Mond. Halt, stimmt gar nicht, sagen Verschwörungstheoretiker. Zum heutigen Weltraumforschungstag gehen wir den Mythen rund um die Mondlandung auf den Grund. Wir glauben an die Mondlandung. Allerdings wundern wir uns ein wenig, warum der Weltraumforschungstag am 20. und nicht am 21. Juli gefeiert wird. Wie dem auch sei: Hier zehn Mythen zur Mondlandung.

 1.     Auf den Bildern fehlen die Sterne

Ein gefundenes Fresse für die Verschwörungstheoretiker. Wegen den fehlenden Sterne am Himmel behaupten sie, die Aufnahmen seien im Studio gemacht worden. Richtig ist aber: Während der Mondlandung herrschte Tag. Durch die einfallende Sonne leuchteten die Mondoberfläche, die Astronauten und die Landefähre so stark, dass die Sterne nicht mehr zu sehen waren.

 (NASA)
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2.     Die Fahne flattert
 

Wie soll es ohne Atmosphäre windig sein? Nicht der Wind ist schuld. Beim genauen Betrachten der Filmaufnahmen sieht man: Die Fahne bewegt sich nur, wenn sie die Astronauten berühren.

 (NASA)
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3.     Schräg verlaufende Schatten

Nicht alle Schatten verlaufen parallel. Dabei sollten alle Schatten parallel verlaufen, weil die Sonne die einzige Lichtquelle auf dem Mond ist. Der Grund: Die Oberfläche ist nicht glatt. Unebenheiten verzerren Schatten. Weil die Kamera nur einen Blickwinkel hat, fehlen dreidimensionale Informationen, um die Form des Bodens korrekt zu beurteilen. Zudem entstehen auf einem zweidimensionalen Film sogenannte Projektionseffekte. Am Horizobt scheinen Schatten zusammenzulaufen, obwohl sie immer parallel verlaufen.

 (NASA)
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4.    Das Teleskop erkennt kein Bild

Warum konnte kein Teleskop ein Bild vom Abdruck der Raumfähre auf dem Mond machen? Der Durchmesser der Abstiegsstufe der Mondlandefähren beträgt zar ganze neun Meter, allerdings ist der Mond so weit entfernt, dass selbst das leistungsstarke Hubble-Weltraumteleskop derzeit nur Gegenstände ab 60 Meter Grösse auf dem Mond abbilden kann.

 (NASA)
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5.    Tödliche Strahlung im Weltall

Die Aktivität von Sonnenausbrüchen im Weltall erhöht sich alle elf Jahre. Die Apolloflüge fanden genau während eines Ausbruchsmaximums statt. Auf der Erde schützt uns der Van-Allen-Gürtel. Dieser bildet zwei Schichten in der Höhe von 700 bis 6000 Kilometern und zwischen 15000 und 25000 Kilometern. Innerhalb dieser Bereich befindet eine besonders hohe Konzentration an energiereichen Teilchen. Wer sich dort zu lange aufhält, muss mit ernsten gesundheitlichen Folgen rechnen. Wie sind die Astronauten also unbeschadet da durch gekommen? Die Astronauten der Apollomissionen durchquerten den Van-Allen-Gürtel innerhalb einer Stunde. Mit einer Dosis von neun Milisievert setzten sie sich keiner Gefahr aus.

6.     Kein Krater und kein Staub unter der Landefläche

Bei der Landung mussten die Mondfähren von 6000 Stundenkilometer auf Null abbremsen und das Abstiegstriebwerk einen Schub von 45000 Newton erzeugen. Warum ist auf den Bildern kein Rückstosskrater zu erkennen? Wo ist der aufgewirbelte Staub? Auf dem Mond gibt es keine Atmosphäre. Nichts könnte dem ausströmenden Gas einen Widerstand entgegensetzen. Die weggepusteten Staubpartikel verwirbeln sich nicht, landen aber in weiter Entfernung.

 (NASA)
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7.     Warum sprangen die Astronauten nicht höher?

Auf dem Bild springt Astronaut John Young nur 44 Zentimeter hoch. Dabei hätte er einen Sprung von zwei bis Metern machen können. Die Anziehungskraft auf dem Mond ist sechsmal geringer als auf der Erde. Auch hier zeigen Filmaufnahmen: Young macht den Sprung ohne Anlauf und ohne in die Hocke zu gehen. Zudem auf sandigem Boden und in einem Anzug mit Versorgungsrucksack von ca. 85 Kilo. Unter diesen Bedingungen wäre ein solcher Sprung auf der Erde gar nicht möglich.

 (NASA)
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8.     Das Mondgestein stammt von der Erde

Knapp 381 Kilogramm Mondgestein brachten die Apollomissionen zur Erde. Wissenschaftler untersuchten dieses und identifizierten es eindeutig. Zusätzlich verglichen sie die Bodenproben mit Material von unbemannten sowjetischen Mondemissionen. Skeptiker argumentieren: Das Gestein könnte auch von Sonden zur Erde gebracht oder als Mondmeteoriten auf der Erde gefunden worden sein.

 (NASA)
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9.     Die Mondbilder sind viel zu perfekt

Wie konnten die Astronauten so perfekte Bilder machen, wenn doch die auf Brusthöhe getragenen Hasselblad-Kameras keinen Sucher hatten? Lediglich mit den klobigen Handschuhen konnten die Astronauten diese leicht anpassen. Natürlich gibt es auch unscharfe Bilder. Aber die NASA veröffentlichte diese nicht. Zudem übten die Astronauten zuvor sechs Monate mit den Kameras. Und sie verwendeten ein Weitwinkelobjektiv, das die Scharfstellung vereinfachte und grössere Bildausschnitte zuliess.

 (NASA)
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10.  Die Diafilme wären geschmolzen

In den Hasselblad-Kameras befanden sich Diafilme. Diese Zelluloid-Filme haben einen relativ niedrigen Schmelzpunkt von knapp 64 Grad Celsius. Wie konnten die Astronauten damit Bilder auf dem Mond machen. Immerhin heizt sich seine Oberfläche auf über 100 Grad auf. Auf der Erde wird die Wärme über die Moleküle der Luft übertragen. Auf Mond ist keine Atmosphäre vorhanden, deren Moleküle Wärmeenergie übertragen könnten. Also bleibt nur die Sonnenstrahlung. Sobald diese weg ist, wird es auf dem Mond richtig kalt. Die Hasselblad-Kameras besassen eine weit gehend silberfarbene Aussenhaut und reflektierten das Sonnenlicht so gut, dass sie sich die Kameras nicht stärker als auf durchschnittlich 30 Grad Celsius aufheizten. Zudem kühlten die Astronauten diese im Schatten immer wieder ab.

 (NASA)
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(Quelle: Spektrum.de, Bilder: NASA)

Glaubst du immer noch nicht an die Mondlandung?

 

 

 

 

 

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