Was ist eigentlich Inbound Marketing?

Was ist eigentlich Inbound Marketing?

Am 1. Juli 1941 flimmerte der erste TV-Werbespot über die Fernsehbildschirme in den USA. In einem Zehn-Sekunden-Film machte der Schweizerisch-amerikanische Uhrenhersteller Werbung für sein neustes Modell.

Was vor 77 Jahren eine Neuheit war, ist inzwischen nur ein Rädchen in einer grossen Marketingmaschinerie, die vom Inserat im Printmagazin bis zum Online-Banner reicht. Und die Akzeptanz? Die sinkt und sinkt. Die Leute schalten weg oder schauen gar nicht erst hin. Eine Studie zeigt:

  • 87% der TV-Zuschauer schalten bei Fernsehwerbung um
  • 45% der Menschen machen Werbebriefe gar nicht erst auf
  • 84% der 25- bis 34-Jährigen verlassen eher, weil darauf zu viel Werbung zu sehen ist

Und trotzdem hält die Werbeindustrie an herkömmlichen Formen des Marketings fest. Klar, mit einem grossen Budget erreicht man immer noch die Aufmerksamkeit der Kunden. Einfach überall stören, lautet das Motto. Das geht etwa so: Beim Aufstehen surfst du auf Instagram: Uhrenwerbung erscheint. Check. In der Küche schaltest du das Radio an. Uhrenwerbung. Check. Auf dem Weg zur Arbeit betrachtest du ein Plakat. Uhrenwerbung. Check. So geht das den ganzen Tag weiter, wenn ein Big Player dahintersteckt. Nervig, oder? Push Marketing nennt sich das.

Permission Marketing – Interaktion, Information, Wissen und Wahl

Bereits 1999 prägte der US-amerikanische Unternehmer und Autor Seth Godin den Begriff Permission Marketing. Die Menschen bekommen nur noch diejenigen Infos, für die sie sich auch interessieren. Die Marketingleute treten in den Dialog mit bestehenden und potenziellen Kunden. Modernes Marketing bedeutet Interaktion, Information, Wissen und Wahl.

Inbound Marketing

2010 haben die beiden HubSpot-Gründer Brian Halligan und Dharmesh Shah den Begriff Inbound Marketing definiert. Ihre Idee: Hör auf, deine Message nach aussen zu drücken und fang damit an, mithilfe von Blogs, Suchmaschinen und Social Media, die Kunden anzuziehen. Wir reden von Pull Marketing.

Du holst dir die Erlaubnis, über ein bestimmtes Medium mit deinem Publikum zu kommunizieren. Inbound Marketing zielt darauf ab, dass dich deine Kunden finden und zu dir kommen möchten. Anstatt dass du mit klassischen Marketingaktivitäten um ihre Aufmerksamkeit buhlst.

Wie funktioniert Inbound Marketing?

Im Kern arbeitet Inbound Marketing mit Inhalten, die ein Problem der Zielgruppe lösen. Du erstellst Content, den deine Kunden interessiert und ziehst sie somit automatisch an. Das Tolle daran: Du schaffst es, die Leute zu motivieren, selbst zu dir zu kommen und musst sie nicht nerven.

Der Deutsche Blogger und Marketingexperte Björn Tantau meint dazu:

«Beim Inbound Marketing kaufst du keine Aufmerksamkeit. Du verdienst sie.»

Hier eine Gegenüberstellung von störendem und erlaubnisbasiertem Marketing (Quelle: Chimpify.de)

Die vier Phasen des Inbound Marketings

Der Marketing-Blog Chimpify definiert vier Phasen des Inbound Marketings.

Phase 1: Anziehen
Finde deinen perfekten Kunden. Erstelle hochwertige Inhalte, die ein Problem lösen und stelle sie kostenlos zur Verfügung. Am besten mit einem Blog. Denke auch an die Suchmaschinen und optimiere den Inhalt, damit dieser besser gefunden wird. Dann promotest du den Blog auf Social Media, um ihn zu vebreiten.

Phase 2: Konvertieren
Das Problem: Kaum hast du die Besucher angezogen, sind sie wieder weg. Um das zu verhindern, arbeite mit Calls-to-Action. Gib dem Besucher die Möglichkeit, seine Kontaktdaten zu hinterlassen. Zu guter Letzt arbeitest du mit Landing Pages. So erreichst du die Conversion. Zum Beispiel mit einem E-Mail-Abonnement.

Phase 3: Abschliessen
Nachdem du nun ein Lead generiert hast, muss der Besucher auch zum Kunden werden. Customer Relationship Management lautet das Stichwort. Hege und Pflege deine Anhängerschaft.

Phase 4: Begeistern
Deine Kunden sollen nicht nur zufrieden, sondern auch begeistert sein. Liefere zum Beispiel kostenlose Inhalte, die Mehrwert bringen. Überrasche sie. Mit Umfragen bekommst du zudem ein qualitatives Feedback. Und natürlich solltest du deine Websites und Social Media Kanäle immer wieder analysieren und anpassen. Verwandle deinen Kunden in einen Markenbotschafter!¨

Alles klar?

Weitere tolle Marketingtipps erhältst du auf Chimpify.de. Es lohnt sich, bei diesem Marketingblog mal reinzuschauen. Hab ich auch gemacht.😊

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