Stephen Hawking und ich

Stephen Hawking und ich

Mit Physik habe ich nicht viel am Hut – in der Schule schaffte ich als Abschlussnote gerade mal eine Drei. Und dann lernte ich Stephen Hawking kennen. 

Wer ist Stephen Hawking? Ich hatte keine Ahnung. Hollywood musste es mir sagen. Als ich mir «The Theory of Everything» angesehen habe, wusste ich zuerst nicht, dass es sich dabei um eine echte Lebensgeschichte handelte. Der Film hatte mich aber schwer beeindruckt. Besser gesagt: der Mann Stephen Hawking. Es ist schon erstaunlich: Im Alter von 21 diagnostizierten Ärzte die Krankheit ALS und gaben ihm noch zwei Jahre zu leben. Ab 1968 sass der Engländer im Rollstuhl, seit 1985 konnte er nur noch mit Hilfe eines Sprachcomputers sprechen. Doch Hawking beweist entgegen aller Prognosen, dass er seine Ziele erreichen kann. Privat und beruflich. Ich könnte jetzt aufzählen, was der Physiker alles geschafft hat, zu welchen Erkenntnissen er gekommen ist. Will ich aber nicht. Das könnt ihr bei den 5,3 Millionen Suchresultaten bei Google nachlesen.

Ein wenig Stephen-Hawking-mentalität würde nicht schaden

«Meiner Meinung nach sollten sich behinderte Menschen auf die Dinge konzentrieren, die ihnen möglich sind, statt solchen hinterher zu trauern, die ihnen nicht möglich sind», sagte Stephen Hawking einmal in einem Interview. Ich finde: Das trifft auf alle zu. Egal ob mit oder ohne Behinderung. Ein wenig Stephen-Hawking-Mentalität würde uns nicht schaden. Leute wie er geben uns Mut, Dinge zu versuchen, die im ersten Moment scheinbar unmöglich sind.

Es ist nun etwa zwei Jahre her, seit ich den Film gesehen habe. Mit Spannung verfolgte ich , was in der Welt von Stephen Hawking passierte. Als er sagte, es sei gefährlich, mit Aliens in Kontakt zu treten, musste ich lachen. Als der Physik-Popstar vergangenes Jahr zu seinem 75. Geburtstag vor dem aktuellen US-Präsident warnte, weniger. «Donald Trump wird unserem schönen Planeten vermeidbaren ökologischen Schaden zufügen, indem er die Beweise für den Klimawandel leugnet und das Pariser Klimaabkommen aufkündigt.»

Am 14. März ist Stephen Hawking gestorben. Am Leben bleibt seine beispielslose Motivation, das Unmögliche zu schaffen.

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