Vrzell kei Hafechääs! Das bedüte folgendi Schwizerdütschi Redewändige:

Vrzell kei Hafechääs! Das bedüte folgendi Schwizerdütschi Redewändige:

 

 

Ich hoff, ihr händ alli e schöne 1. August kha? Zur Fiir vo däm Alass ha ich mir natürlich öbis bsundrigs usdänkt. Hüt gohts um es baar usgwählti Schwizer Usdrügg und Redewändige.

 

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Öberem e Choorb gää:

Früener im Mittelalter isches schins üblich gsi, dass e Maa um e Frau gworbe het, in däm är vor ihres Fänster gstande isch.

D Frau het ihn denn müsse imene Chorb ufezieh. Wenn sie ihn nid welle het, het sie e kaputte Chorb gno, so dass de Maa ufem Wäg nach obe usekheit und ufem harte Bode landet. Oder sie het e ganze Chorb gno, dä bis in e gwüssi Höchi ufezoge und denn abekheie lo. Was jo so zimlich de glichi Effekt het.

Die glichi Härkunft wie «öberem e Chorb gä» het au dr Spruch «Dure Chorb kheie».

Und händ ihr gwüsst, dass au dur e Prüefig kheie vo döt chunnt?

 

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Händer alli schön gfyyrt? Zum Glück isches am 1. August warm gsi und ihr händ nid müsse ufbasse, dass dr kei Öl an de Chappe händ. Kenned ihr de Usdrugg:

«Ööl an der Chappe haa»?

Öl stoht in däm Sprüchli für Alkohol. Wenn eim de Alkohol in Chopf stiigt, denn muess me natürli ufbasse, dass dä nid au no uf d Chappe übergoht, wo me ufem Chopf het, wo s denn natürlich alli könnte gseh.

Isch also eifach bildlich gsproche für «Alkohol isch in Chopf gstiige». Also e Usdrugg für e betrunkene Mensch.

 

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Hesch no e bitz spatzig?

Het übrigens kei Verwandtschaft mit em Spruch «Hesch e Vogel?».

Es goht nid um e Spatz. Chunnt nämligg usem Italienische. S italienische Wort Spazio bedütet «Ruum», «Platz» , «Zwüscheruum», «Abstand», «Zytruum» , «Zytspanni». Cha also rüümlich oder au zytlich gmeint sy.

Verwandt mit däm Wort isch übrigens «spaziere». Also so z sage e Ruum durchschritte.

Und natürlich liggt jo Spaziere au nur drinn, wenn du e bitz Zyt und Ruum spatzig hesch.

  

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Verzell kei Hafechääs

Scho 1561 isch das Wort imene schwizer Wörterbuech uftaucht:

«Hafenkäß» und d Definition: «alter fauler käß».

D Erklärig isch döt folgendermasse gstande: «So man stücklin von altem käß in ein hafen zuosamen legt, und weyn darüber schütt, und also laßt graaten und in einanderen faulen.»

Söll also bedüte, es isch e Chäs, wo me, zum en länger haltbar mache, gääre lo het. Und das nid unbedingt am Hafe, sondern IN eme Hafe. Also in eme Gfäss.

So. Jetzt hämmer au no öbis Sinnvolls glernt, mit däm dr denn bi Fründe und Bekannte chönned blöffe und klugscheissere.

Gärngscheh.

Macheds guet. Bis nögst Wuche. Tschüss zämme. Tschüss, tschaaau, sali. Wünsch ich dir au. Jä, danke. Jaa machs guet. Tschau. Tschüss.

 

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